Juli/August 2024
Für mich ist die Arbeit mit Kindern ein Privileg und vielleicht sogar eine Berufung.
Aber die Vor- und Nachbereitung der Monatsthemen erfordert seit mehr als 4 Jahren Zeit, Geld und Recherche. Oft bin ich den ganzen Tag auf den Beinen, führe Telefonate und schreibe E-Mails, die manchmal ins Leere laufen. Ich kaufe Bücher, lese täglich internationale Artikel, Forschungsergebnisse und Abschluss- und Facharbeiten arbeiten zum Thema kognitive Entwicklung und Erziehung. Ein Luxus was ich als "einfacher Erzieher" nie hatte.
Ich besuche alle Explorationsziele zuerst privat und inkognito. Dabei prüfe und evaluiere ich die Inhalte der Ausstellungen sowie den Aufbau der Orte auf "Kinderfreundlichkeit", "Eignung" und "Zumutbarkeit". Ich versuche dann so viele persönliche Gespräche zu führen wie möglich. Etwas was heutzutage oft als altmodisch und ungewöhnlich gewertet wird!
Bei unseren Erkundungen begleite ich die Kinder dann bei verschiedenen Aktivitäten, sorge für eine aktive und gezielte Förderung und achte auf ihre Sicherheit. Auch wenn ich den Luxus habe, kleine Gruppen zu betreuen, erfordert der Umgang mit Kindern manchmal hohe emotionale und mentale Energie. Ich gehe bewusst auf ihre Bedürfnisse ein und unterstütze sie dabei, Konflikte zu lösen. Dabei versuche ich, eine positive Lernumgebung zu schaffen, was ständiges Beobachten der Kinder, die Reflexion meines eigenen Verhaltens und die Anpassung ihrer Umgebung erfordert. Das kann oft auch körperlich anstrengend sein.
Während die Kinder den Sommer genießen und neue Erfahrungen sammeln, folge ich meinen eigenen Interessen, mache neue Entdeckungen und kann mich persönlich weiterentwickeln und entspannen. Diese Auszeit trägt immer zu meiner allgemeinen Gesundheit bei, reduziert das Risiko von Erkrankungen und stärkt meine Widerstandskraft.
Nach einer Erholungsphase im Sommer kehre ich immer mit neuer Energie, vielen Bildern, Themen, Büchern, Geschichten und Motivation für die KulturKids zurück. Das ermöglicht es mir, meine Themen mit mehr Enthusiasmus und Engagement zu planen.
Eine Pause vom Alltag bringt mir immer neue Perspektiven und Ideen. So kann ich frische und kreative Ansätze in meine pädagogische Arbeit einbringen, was die Inhalte und deren Vermittlung an die Kinder interessanter und ansprechender macht. Auch hilft mir die Erholung, Geduld und Empathie zu erneuern – zwei wesentliche Qualitäten im Umgang mit Kindern.
Die Sommerpause hilft mir, positive und unterstützende Beziehungen zu den Kindern und deren Eltern aufzubauen und zu pflegen.
Ich freue mich darauf, euch wie immer am Auftaktwochenende im September wiederzusehen!
